Trotz der vielfältigen Ausprägungen von angeborenen Gefäßfehlern gibt es durch unterschiedlichste Behandlungsmethoden sehr gute Behandlungsergebnisse. Selbst bei Formen, die nicht heilbar sind, bestehen bei der geeigneten Therapie doch gute Aussichten auf eine positive Entwicklung. Sowohl nicht-chirurgische als auch chirurgische Methoden sind zur Behandlung geeignet. Häufig sind kombinierte Behandlungsverfahren anwendbar. Dabei muß jede Therapie ganz individuell auf den Patienten und seine Erkrankung abgestimmt werden. Ziel ist es dabei immer, den gestörten Blutfluss beziehungsweise Blutkreislauf zu verbessern oder sogar zu normalisieren.
Sechs unterschiedliche Behandlungstaktiken haben sich seit mehr als 45 Jahren international bewährt:
Langzeituntersuchungen im Rahmen einer sogenannten Multicenter-Studie mit 2000 Patienten unter Mitwirkung von vier europäischen Zentren für die Behandlung von angeborenen Gefäßfehlern, kamen zu folgendem Ergebnis: ausgezeichnete Ergebnisse 15 %, gute Ergebnisse 42 %, Verbesserung der Befunde 34 %, relevante Persistenzen/Rezidive 5 %, keine Besserung 1,5 %, Verschlechterung 0,9 %, Amputation 0,7 %, letaler Ausgang 0,3 %. Hierbei wurden die objektiven Befunde der Nachuntersuchungen und das subjektive Befinden der Patienten berücksichtigt.
Egal, welche Taktik angewendet wird, der Therapieerfolg hängt stark von der Schwere der Erkrankung und vom Alter des Patienten ab. Gerade jüngere Patienten sprechen sehr gut auf die unterschiedlichen Behandlungsverfahren an. So liegt zum Beispiel bei Kindern mit einer Längendifferenz der Beine der optimale Zeitpunkt für den Beginn einer gefäßchirurgischen Therapie zwischen dem dritten und siebten Lebensjahr. Dann kann nämlich nachfolgend mit einer teilweisen oder sogar mit einer vollständigen Kompensation der Längendifferenz der Beine, also einem Längenausgleich, gerechnet werden. Sollte der Beinlängenausgleich allein durch die Behandlung der Gefäßfehlbildung nur zum Teil oder gar nicht erreicht werden, stehen zusätzliche Therapiemaßnahmen zur Verfügung wie z. B. die Verklammerung der Wachstumszonen (Epiphysiodese) oder seltener eine orthopädische Korrekturoperation am Knochen selber.
Um den Blutkreislauf zu normalisieren, sind häufig mehrere Therapie- bzw. Operationsschritte erforderlich. Eine zu schnelle Umlenkung des Blutflusses könnte zu erheblichen Störungen führen, weil sich Gefäße, die bisher kaum belastet waren, erst an das neue Volumen gewöhnen müssen. Eine besondere Nachsorge ist in der Regel nicht erforderlich. Die betroffenen Bereiche sollten aber gut beobachtet werden, um Neubildungen von Gefäßen frühzeitig zu erkennen.
Prof. Dr. Loose hat mittlerweile mehr als 5000 Patienten mit angeborenen Gefäßfehlbildungen nach den genannten Therapiemethoden behandelt und über 6200 Operationen persönlich erfolgreich durchgeführt. Vor einer möglichen Behandlung werden die Patienten von Prof. Dr. Loose, bzw. von Frau Dr. Gebhardt in der Facharztklinik Hamburg ausführlich untersucht. Meist sind zusätzliche Spezialuntersuchungen erforderlich, die von unseren kooperierenden spezialisierten Ärtzen und Diagnostikzentren durchgeführt werden, bevor ein individuell abgestimmtes, definitives Behandlungskonzept interdisziplinär erarbeitet werden kann. Wenn eine Behandlung an anderen Zentren oder durch andere Spezialisten erforderlich ist, werden die Patienten entsprechend überwiesen.
Prof. Dr. Loose und Frau Dr. Gebhardt behandeln sowohl Privat- als auch Kassenpatienten (nach Kostenübernahme der Kasse durch Einzelfallentscheidung, die - wie vom Gesetzgeber vorgesehen - zu gewähren ist, da es sich um eine sogenannte seltene Erkankung handelt, § 13, Abs. 2 + 3, § 116 B, § 113 des SGB V).
Terminvereinbarung zur Erstuntersuchung:
(Wir sprechen folgende Fremdsprachen: Englisch, Spanisch, Französisch)
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