Prof. Dr. med. Dirk A. Loose
Facharzt für Chirurgie
Spezialgebiet Gefäßmedizin

Therapie

Trotz der vielfältigen Ausprägungen von angeborenen Gefäßfehlern gibt es durch unterschiedlichste Behandlungsmethoden sehr gute Heilungschancen. Selbst bei Formen, die bisher nicht heilbar sind, bestehen bei der geeigneten Therapie doch gute Aussichten auf eine positive Entwicklung. Sowohl nicht-chirurgische als auch chirurgische Methoden sind zur Behandlung geeignet, wobei jede Therapie ganz individuell auf den Patienten und seine Erkrankung abgestimmt werden muss. Ziel ist es dabei immer, den gestörten Blutfluss beziehungsweise Blutkreislauf zu verbessern oder sogar zu normalisieren.

Sechs unterschiedliche Behandlungstaktiken haben sich seit mehr als 40 Jahren international bewährt:

  1. Rekonstruktive Chirurgie
  2. Chirurgie, um den Gefäßfehler zu beseitigen
  3. Reduktion der Blutkreislaufaktivitäten bei arteriovenösen oder auch bei venösen Gefäßfehlern
  4. Unkonventionelle chirurgische Verfahren
  5. Multidisziplinäre Operationen
  6. Kombinierte Therapie
     

Langzeituntersuchungen im Rahmen einer sogenannten Multicenter-Studie mit 2000 Patienten kamen bei diesen Behandlungsmethoden zu folgendem Ergebnis, wobei die objektiven Befunde der Nachuntersuchungen und das subjektive Befinden der Patienten berücksichtigt worden sind: ausgezeichnete Ergebnisse 15 %, gute Ergebnisse 42 %, Verbesserung der Befunde 34 %, relevante Persistenzen/Rezidive 5 %, keine Besserung 1,5 %, Verschlechterung 0,9 %, Amputation 0,7 %, letaler Ausgang 0,3 %.

Egal, welche Taktik angewendet wird, der Therapieerfolg hängt stark von der Schwere der Erkrankung und vom Alter des Patienten ab. Gerade jüngere Patienten sprechen sehr gut auf die unterschiedlichen Behandlungen an. So liegt zum Beispiel bei Kindern mit einer Längendifferenz der Beine der optimale Zeitpunkt für den Beginn einer gefäßchirurgischen Therapie zwischen dem dritten und siebten Lebensjahr. Dann kann nämlich nachfolgend mit einer teilweisen oder sogar mit einer vollständigen Kompensation der Längendifferenz der Beine, also einem Längenausgleich, gerechnet werden. Sollte der Beinlängenausgleich allein durch die Behandlung der Gefäßfehlbildung nur zum Teil oder gar nicht erreicht werden, stehen zusätzliche Therapiemaßnahmen zur Verfügung wie z. B. die Verklammerung der Wachstumszonen (Epiphysiodese) oder eine Korrekturoperation am Knochen selber.

Um den Blutkreislauf zu normalisieren, sind häufig mehrere Therapie- bzw. Operationsschritte erforderlich. Eine zu schnelle Umlenkung des Blutflusses könnte zu erheblichen Störungen führen, weil sich Gefäße, die bisher kaum belastet waren, erst an das neue Volumen gewöhnen müssen. Eine besondere Nachsorge ist in der Regel nicht erforderlich. Die betroffenen Bereiche sollten aber gut beobachtet werden, um Neubildungen von Gefäßen frühzeitig zu erkennen.    

Prof. Dr. Loose hat mittlerweile mehr als 4200 Patienten mit angeborenen Gefäßfehlbildungen nach den genannten Therapiemethoden behandelt und über 6000 Operationen persönlich erfolgreich durchgeführt. Die Patienten werden von Prof. Dr. Loose im Vorfeld in der Facharztklinik Hamburg ausführlich untersucht. Meist sind zusätzliche Spezialuntersuchungen erforderlich, die von spezialisierten Diagnostikzentren in Hamburg oder in anderen deutschen Städten durchgeführt werden, bevor ein individuell abgestimmtes, definitives Behandlungskonzept erarbeitet werden kann.

Prof. Dr. Loose behandelt sowohl Privat- als auch Kassenpatienten (nach Kostenübernahme der Kasse durch Einzelfallentscheidung, da es sich um eine seltene Erkankung handelt).

Terminvereinbarung zur Erstuntersuchung

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